28.07.2010, 20:00 Uhr
Die durch Wim Wenders Musikfilm „Buena Vista Social Club“ weltweit bekannt gewordene Son-Musik kam auch der nach einer kubanischen Gebirgskette benannten Gruppe Sierra Maestra zugute.
Vor 30 Jahren retteten neun Studenten in Havanna den Son vor dem Aussterben. Sie gründeten die Band Sierra Maestra, benannt nach jener Bergkette im Osten Kubas, in deren Hügellandschaft der Son, die Wurzel weltweit populärer Musikstile wie Mambo, Cha-Cha oder Salsa entstand, und reanimierten die alte akustische Musik aus der Provinz.Bläser, die dreisaitige Gitarre Tres, Bongos und Claves standen plötzlich wieder im Mittelpunkt einer unverwüstlichen Tanzmusik, die von schneidenden Trompetensoli, ausgefeilten Vokalsätzen und einer ebenso selbstverständlich wie vertrackt wirkenden Rhythmik lebt. Auftritte von Sierra Maestra sind immer ein Fest. Ein Fest, das dem Son gewidmet ist und rootslastige guajira, Afro-Cuban-Jazz mit knackigen Riffs, gefühlvolle Boleros und feurige son-montunos präsentiert. Bekannte Mitglieder der Band waren Juan de Marcos Gonzalez (bevor er zu den Afro-Cuban All Stars und Buena Vista Social Club wechselte) und Jesus Alemany, der Cubanismo gründete.
Als komplette Band spielten Sierra Maestra übrigens in dem 2001 gedrehten französischen Tanzfilm „Salsa & Amor“ mit.
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