19.08.2010, 20:00 Uhr
Element of Crime hat wie kaum eine andere Band die deutschsprachige Musik der letzten 20 Jahre beeinflusst. Sänger Sven Regener, steht Klenkes-Autor Andy Reinard Rede und Antwort.
Sven, auch wenn Du den unbestreitbaren Mittelpunkt der Element-of-Crime Welt darstellst, wirkt Ihr grade live doch immer wie eine richtig verschworene Gang. Worin liegt der Zauber?
Die Musik ist toll und wir lieben sie. Und es gibt immer wieder neue Songs. Das ist das Entscheidende. Solange die Band neue Songs macht und daran Spaß hat, lebt sie. Wir spielen auch gerne und viel und oft die alten Songs, aber ohne neue Songs wäre das ja irgendwann eine Oldie-Veranstaltung, und dann ist das nur noch Museumsscheiß!
Dennoch hat sich seit der ersten deutschen Platte „Damals hinterm Mond“, also seit fast 20 Jahren, Euer Sound nicht wirklich groß verändert.
Es ergibt für mich keinen Sinn, dass eine Band ihren Sound „groß“ verändert. Das ist ja gerade die Idee einer Band: einen bestimmten Sound zu haben und damit unverwechselbar zu sein. Wenn sie den dauernd verändert, kann sie sich auch gleich jedes Mal umbenennen!
Früher konnte man Euch hier in der Region in so kleinen Locations wie dem „Metropol“ (dem heutigen B9, d. Red.) oder der „Rockfabrik“ bestaunen. Auf der letzten Tour war es dann das Palladium in Köln …
Ich bin sicher, die Entwicklung von kleinen Clubs zu großen Hallen ist für jeden Musiker angenehmer als umgekehrt.
Im Gegensatz zur viel beschworenen Krise, vor allem der Musikindustrie, sieht es ja bei Element of Crime seit „Mittelpunkt der Welt“ so aus, als ob Ihr immer erfolgreicher werdet.
Wir haben Glück gehabt. Weiter erklären kann man das nicht.
Die Element of Crime Fans, aber auch die Leser Deiner Bücher, scheinen sich ja außergewöhnlich stark mit Deinen Texten identifizieren zu können. Kommt Dir das manchmal auch ein bisschen unheimlich vor?
Nein, eigentlich nicht. Man muss so was ja nicht persönlich nehmen, nur als Kompliment für die Sache. Denn das ist es.
Das Thema unerfüllte oder gescheiterte Liebe zieht sich ja wie ein roter Faden durch Eure Platten und Jahre. Haben da Deine Texte einen unmittelbaren Bezug zu Deinem Leben?
Ich denke mal: Zu jedermanns Leben. Und auch zu meinem.
Dann freue ich mich auf Nideggen, vielen Dank für das Interview.
Da freue ich mich auch drauf! Bitteschön!
Kategorie:
Musik
Gig Control
22.07.2010 09:37 —
Die sommerliche Hitze hat bisher 40.000 Menschen ins Freibad gelockt mehr...