In Aachen wurden bei Ausgrabungen am Katschhof und an der Prinzenhofstraße zahlreiche Funde gemacht.
In spätrömischer Zeit war der „Markthügel“ Aachens offenbar von einem Wehrgraben umgeben. Im 5. Jahrhundert wurde dieser etwa sechs Meter breite und zwei Meter tiefe Graben wieder verfüllt. Dies ist eine Erkenntnis aus den archäologischen Ausgrabungen, die den Bau der Fernwärmeleitungen am Markt und Katschhof begleiten.
Bei den Ausgrabungen wurde darüber hinaus das bislang älteste Fragment mit christlicher Symbolik Aachens entdeckt: Auf einer Scherbe einer Keramikschüssel sind ein Kelch und Weintrauben abgebildet. Sie stammt wahrscheinlich aus dem ersten Drittel des 5. Jahrhunderts.
Auch am ehemaligen Brot-Schneider-Parkplatz an der Prinzenhofstraße haben Stadtarchäologe Andreas Schaub und seine Mitarbeiter interessante Entdeckungen gemacht. Dort kamen Reste einer frühmittelalterlichen Grabstätte zum Vorschein. Darüber hinaus wurden dort spätgotische Tonreliefs mit
Heiligendarstellungen gefunden. Sie werden in nächster Zeit im Haus Löwenstein ausgestellt.
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