Epischer Ritt: In Steven Spielbergs „Gefährten“ spielt ein Pferd die Hauptrolle.
Albert Narracott (Jeremy Irvine) ist der Sohn eines Landwirts. Schon kurz nach seiner Geburt ist er Feuer und Flamme für ein stolzes junges Fohlen. Sein Vater erwirbt das Pferd, obwohl es eigentlich nicht den Anschein erweckt, für die schwere Ackerarbeit geeignet zu sein, für die es eingesetzt werden soll. Albert kümmert sich um „Joey“ und macht aus dem Pferd ein gelehriges und starkes Nutzpferd. Doch als der Erste Weltkrieg ausbricht und Alberts Familie in finanzielle Bedrängnis gerät, verkauft der Vater Joey an die britische Armee. Das Pferd soll mit der Kavallerie in die Schlacht gegen die Deutschen ziehen.
Epische Ausmaße nimmt „Gefährten“ im Laufe seiner opulenten Spielzeit von 140 Minuten an, denn Regisseur Steven Spielberg folgt dem Weg des Pferdes, erzählt dessen Geschichte in der Armee und wie sich immer wieder andere Menschen liebevoll um das prachtvolle Tier kümmern. Dabei beweist der versierte Regisseur, dass er auf formaler und technischer Ebene zu Recht zu den besten seines Berufes gehört und bannt die Blicke der Zuschauer an die Leinwand. Die Kriegsszenen sind von einer bombastischen Intensität, die sich mit anderen Darstellungen wie in „Der Soldat James Ryan“ messen können, ohne deren Funktionsweise imitieren zu müssen. Dass es dazwischen auch immer mal wieder unnötig pathetisch wird, ist man von Spielberg gewohnt, doch so spielt der Meister gekonnt auf der Gefühlsklaviatur und liefert ein Musterbeispiel epischen Emotionskinos ab. Wer nichts dagegen einzuwenden hat, zum Kinoabend auch einige Taschentücher einzupacken, der wird von dieser Geschichte nicht enttäuscht werden. /// Frank Brenner
„Gefährten“
USA 2011 // R: Steven Spielberg
Start: 16.2.
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Kinoprogramm
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