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Bildergalerie
West/Ost - Ludwigs Grafik 2
Einblicke in die Ausstellung (bis 25.4.)

West/Ost. Ludwigs Grafik . Von nackten Weibern und guten Büchern

Bis Ende April zeigt das Ludwig Forum für Internationale Kunst: „West/Ost. Ludwigs Grafik 2“

Zusammenhänge zwischen Künstlern der BRD und der ehemaligen DDR sowie die heterogene künstlerische Entwicklung deutsch-deutscher Kunstgeschichte aufzuzeichnen, das ist das Motto der Ausstellung West/Ost. Ludwigs Grafik 2. Die puristische Handschrift der LuFo-Leiterin Brigitte Franzen und Kuratorin Annette Lagler zeigt sich in der schnörkellosen Präsentation: 130 Grafiken von 34 Künstlern im White Cube bzw. auf weißen Wänden in der Schirmfabrik.
Perlen der Pop Art, Fluxus, Realismus und des Informel geben Einblick in das deutsche Künstlerwesen und seinen Blick auf das Zeitgeschehen, so „Starfighter“ (1967) von Wolf Vostell und Sigmar Polkes „Gegen die zwei Supermächte - für eine rote Schweiz“ (1976). Daneben glänzen das Tête-a-tête des Singvogels von Georg Baselitz (1971) als Gemälde und Zeichnung sowie die kantigen Linolschnitte von Wolfgang Matthauer aus seiner Suite 89, beispielsweise der bekannte „Jahrhundertschritt“. Der „Sonderrolle DDR“ wird auch im Katalog ein eigenes Kapitel gewidmet, gehörten Peter und Irene Ludwig doch zu den ersten Sammlern zeitgenössischer Kunst hüben wie drüben des Eisernen Vorhangs.

Die Ausstellung ist aber mehr als ein Blättern im Geschichtsbuch der Ost-West-Grafik. Die knackigen Titel der Mappe Laque des Hommes (1983) haben nicht nur einen bitteren, heute brandaktuellen Unterton, wenn Martin Kippenberger feststellt . Wie kann ich Geld sparen, wenn ich keins habe?“, sondern auch einen hohen Unterhaltungswert, zum Beispiel bei Werner Büttens Arbeit „Jahreszeiten - Nackte Weiber gute Bücher lesend“. Die Brisanz und Aktualität der Nachkriegsgrafik erlebt ihre Fortsetzung in der zeitgenössischen Kunst, mit der „Stützmappe für Contemporary Fine Arts Berlin“(1995), die 13 druckgrafische Werke von jungen europäischen und amerikanischen Künstlern enthält, wird der Sprung in die Gegenwart vollzogen, nicht nur weil aus West und Ost eins geworden ist. Anna Sophia Schultz ist Kuratorin der klugen Sammlungsinszenierung „Becoming visible“, die zur Zeit im 2. Stock Gegenüberstellungen von Künstlerinnenwerken erfahrbar macht. /// bep

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Kategorie:
Kunst

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