Plastiken und Bilder von Eugenie Bongs-Beer zeigt die Galerie 45 bis zum 13. Dezember.
Die Bildhauerin und Malerin Eugenie Bongs-Beer hat mit teils torsohaften Büsten und Figuren begonnen, die ungeglättet aus kubisch kantigen oder schorfig modulierten Flächensegmenten aufgebaut sind. Die Materialität des Tones wirkt nicht nur im Modellierzustand eigenständig nach, sondern auch in der archaisierend reduzierten Formgebung der Figurinen mit giacomettihaft kleinen keilend verflachten Köpfen, die dennoch atmosphärisch angemessene Raumhaltigkeit suggerieren. Nicht ein porträthaftes Abbild, sondern eine charakterhaltige Form tritt einem entgegen. Auch die Gemälde vermitteln zumeist die Materialität der Farbe. Dazu trägt die Einbettung von Gazegewebe und Alabastersteinstaub bei, der eine die Pigmentfarbigkeit zurückdrängende Wirkung hat und der die häufig landschaftlich strukturierten , wie bei den Plastiken materiel l geformten, geradezu gebauten Bildflächen mit bewegten Schichtungen versorgt. Die letzten dieser Werke von 2009 wagen sich aus diesen strengen Formen immer weiter vor. Anfangs finden sich in rahmenhaften Blöcken gestaffelte grauflaue Strukturierungen oder durch eingerissene Gazeflächen kalligraphisch wirkende „Gazigraphien“. Es folgen landschaftlich geschichtete Bildgründe, die Strand, Wellen und Wolken in ihrer Materialität vereinheitlichen, teils an wiederum gefügte und gebildete geomorphe oder zelluläre Makroaufnahmen gemahnen. Dann gibt es Annäherungen an gegenständliche Eisschollen und einen Aufbruch der Farbigkeit, die unterhalb der Plakativitätsschwelle formalen Kontrastreichtum in gesteinstrüben Abstufungen bietet. In Umkehrung von Cezanne tasten sich würfelbrüchige Farbgefüge an landschaftskonforme Bildräume heran. Zu erfahren in den wirkungsvollen Räumlichkeiten der Galerie 45. ///
bis 13.12.
Eugenie Bongs-Beer: TRANSFORMATION — Neue Arbeiten
Kategorie:
Kunst