Wie man traditionelle englische Folksongs für das 21. Jahrhundert in Schwung bringt, damit kennt sich die 2004 von John Spier (Akkordeon, Concertina) und Jon Boden (Gesang, Fiddle) gegründete Band wirklich aus.
Nach drei Alben und etlichen Konzertreisen, auch nach Nordamerika, haben Bellowhead längst die puristischen Folk-Zirkel hinter sich gelassen. Die elfköpfige, mit Bläsern, Dudelsack, Percussion, Gitarren und Streichern besetzte Gruppe begeistert sowohl auf großen Folk-Festivals, als auch bei Rock-Events wie dem Glastonbury Festival. Inzwischen gelten Bellowhead sogar als beste britische Liveband überhaupt. Bevor wir uns im Februar selbst davon überzeugen können, erscheint zunächst das von John Leckie (Muse, Radiohead) produzierte dritte Album, das mit einer berauschenden Mixtur aus traditionellen Folkhymnen, Balladen und Tänzen, gewürzt mit Elementen aus Funk, Ska, Polka, Swing, Rock, Punk, Renaissance-Musik und Balkan-Folklore keine Sekunde Langweile aufkommen lässt. Selbst Jacques Brels oft gecovertes »Amsterdam«erstrahlt bei Bellowhead in neuem Glanz. /// vst
(Navigator/PIAS/Rough Trade)
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