Das ging aber schnell. Kaum hat man sich in die Rückrunde eingegroovt, ist auch schon wieder Mai.
Während in anderen Stadien noch um Meisterschaften oder gegen Abstiege gekämpft wird, trudelt die Spielzeit in Aachen ihrem mittelmäßigen Abschluss entgegen. Eine Übergangssaison hatte man uns versprochen. Genau das haben wir auch bekommen. Auch wenn in den vergangenen Wochen ein bisschen die Luft raus war. In den letzten Partien geht es jetzt höchstens noch um die Ehre – und ein wenig Kleingeld. Je besser die Platzierung, desto höher die Prämie von Sponsorenseite. Längst ist für uns Fans der wirtschaftliche Aspekt des sportlichen Erfolgs keine Randnotiz mehr. Die Alemannia hat Kohle nach wie vor bitter nötig. Wer an ihr hängt, guckt die Spiele gezwungenermaßen auch mit dem Taschenrechner. Harte Zeiten für Fußballromatiker.
Verein von übermorgen?
Wie zur Entschädigung wird denen in diesem Monat aber ein ganz besonderer Leckerbissen geboten – feuchte Äugelchen garantiert. Am 7. Mai rollt der wirklich endgültig allerletzte Ball über den (alten) Tivoli. Die zweite Mannschaft empfängt um 15 Uhr Schwarz-Weiß Essen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Schließlich hat der gute, alte Kasten einen würdevollen Abschied verdient, bevor man ihn dem Erdboden gleichmacht. Und wo wir gerade bei Terminhinweisen sind: Ende des Monats veranstaltet die Alemannia einen Kongress. Bislang war nicht herauszufinden, was sich hinter dieser nebulösen Ankündigung verbirgt. Man möchte wohl mit seinen Gästen über den „Verein von übermorgen“ diskutieren. In Anbetracht eines vereinsinternen Demokratieverständnisses von vorgestern dürfte das interessant werden. Danach ist dann erst einmal Sommerpause. ///
Text: Chrisoph Löhr
Foto: Carl Brunn
Christoph Löhr ist Redakteur und Mitherausgeber
des Alemannia-Fanzines IN DER PRATSCH.
Kategorie:
Kurvendiskussion