Gleich hier um die Ecke fängt es an, das Land der geringelten Ampelmasten und Bromfietsers: die Niederlande
Der halbe Katzensprung zwischen hier und da hat dazu geführt, dass wir Alemanniafans uns vom Gegner hin und wieder als „schwule Holländer“ besingen lassen dürfen. Ein äußerst untauglicher Versuch der groben Beleidigung. Denn während der Rest der Republik ein fußballerisches Problem mit unseren Nachbarn zu haben scheint, kommen wir hervorragend mit ihnen aus. So wird mit den ebenfalls schwarz-gelben Anhängern von Roda Kerkrade seit Langem eine Fanfreundschaft gepflegt. Darüber hinaus hat schon so mancher Spieler aus Oranjeland die Schuhe für uns geschnürt. Die meisten von ihnen haben es auf dem Tivoli sogar zum Publikumsliebling geschafft. Erwin Vanderbroeck, zum Beispiel, oder Henri Heeren. Eric van der Luer und Erik Meijer sowieso.
Boy und Bas
Die beiden Letztgenannten haben bei der Alemannia mittlerweile das sportliche Sagen. Eric als Co-Trainer, Erik als Geschäftsführer Sport. Und in dieser Funktion scheinen sie an die gute alte Tradition der niederländischen Fußballer in Schwarz-Gelb anschließen zu wollen. Nach einigen Jahren ohne kickende Nachbarschaftshilfe haben im Sommer endlich wieder zwei Holländer bei der Alemannia angeheuert: Boy Waterman und Bas Sibum. Erfahrene Jungs mit Namen, die auf der Zunge zergehen, die man auch noch prima singen kann. Zudem wird Sibum eine eher kompromisslose Spielweise nachgesagt. In Sachen Publikumsliebling ist das für Aachener Verhältnisse schon einmal keine schlechte Voraussetzung. Ob die beiden auch an diese Tradition anschließen können, wird sich ab Mitte Juli zeigen. Dann geht der Ligabetrieb wieder los. Eindelijk!
Kategorie:
Kurvendiskussion