Ist das schön! Nach dem Ende der kürzesten Sommerpause aller Zeiten rollt der Ball endlich wieder durch die Zweitligastadien.
Seit einigen Wochen spielen sich die Herren Profikicker die Kirsche hin und her, geben Flanken oder schicken sich in die Gasse. Ordentlich steil gehen auch die Leute vom Fernsehen: In der Bewerbung der Spielzeit 2011/12 hagelt es einmal mehr Superlative. Spielte die Alemannia im vergangenen Jahr nach Einschätzung der Berichterstatter in der „spannendsten Zweiten Liga aller Zeiten“, darf sie gegenwärtig im „kultigsten Unterhaus“ ran. Und damit nicht genug. Schließlich haben wir Fans es ohnehin seit Jahr und Tag mit der „besten Liga“ zu tun. Im weltweiten Vergleich, versteht sich. Doch ist das schon das Ende der phantasievollsten Fahnenstange aller Sportfernsehangestellten? Auf gar keinsten Fall.
Gegen die Leere
Denn über die Zweite Liga gibt es noch so viel mehr zu sagen. Für Anhänger der Alemannia ist sie derzeit beispielsweise die früheste seit Menschengedenken. Mit Spielansetzungen, die für Otto Normalfan nur unter größten Mühen zu schaffen sind. Freitags am frühen Abend in Hamburg, Rostock und Paderborn, Samstagmittag gegen Cottbus und Düsseldorf – das sind die besten Voraussetzungen aller Zeiten, um Plätze im Stadion unbesetzt zu lassen. Derweil denken die Fernsehmacher darüber nach, wie sie die leersten Arenen trotzdem stimmungsvoll inszenieren sollen. Noch mehr Superlative, vielleicht? Wie wäre es mit einem ganz anderen Ansatz: Macht die Anstoßzeiten attraktiver. Dann kommen auch wieder Leute in die Stadien, die es vorher nicht geschafft haben. Ganz gleich, ob der dort angebotene Fußball der beste, spannendste oder auch ödeste sein wird.
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Kurvendiskussion