Gestern stellte die Stadt Aachen im Rathaus ihr Konzept für die geplante Stadtbahn vor. Nächster Schritt: Präsentation im Stadtrat.
Die derzeit errechneten Kosten von rund 170 Millionen Euro sollen mehrheitlich vom Bund durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) getragen werden. Dieses läuft allerdings 2019 aus. Bis dahin sollte der größte Teil der Baumaßnahmen beendet sein. Vorher muss das Konzept vom Stadtrat bewilligt werden. Zusätzlich hofft man auf Gelder aus dem bundesweiten Förderwettbewerb „Schaufenster Elektromobilität“. Der Bund verteilt hier 180 Millionen Euro auf fünf wegweisende Projekte, die Deutschland künftig als wichtigsten Standort für Elektromobilität repräsentieren sollen. Dazu muss das Konzept bis zum 16. Januar eingereicht werden.
Laut ASEAG stößt man in Aachen mit den derzeitigen Transportmöglichkeiten bereits jetzt an seine Grenzen. Vor dem Hintergrund des zu erwarteten Bevölkerungszuwachses in den kommenden Jahren sei es zwingend nötig, das bestehende System umzustrukturieren. Daher stehen die Zeichen für eine Bewilligung durch den Stadtrat recht gut.
Vorerst ist der Bau einer Stadtbahn vom Uniklinikum über Campus Melaten, Super C und Bushof bis nach Brand geplant. Eine weitere Achse soll später Vaals über den Bushof mit Würselen verbinden. Oberleitungen sollen nur in den Außenbezirken entstehen, im Innenstadtbereich fährt die Bahn mittels Batterien. Laut den Verantwortlichen könnten die Leitungen später auch Elektrofahrzeugen aller Art zugute kommen.
Die Verwirklichung der Campusbahn würde die Schadstoffemissionen in der Innenstadt erheblich verringern. Die STAWAG sicherte außerdem zu, die benötigte Energie aus ausschließlich „grünen“ Quellen zur Verfügung stellen zu können.
Das Konzept soll in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule, der ASEAG bzw. dem AVV, der STAWAG und der IHK entwickelt werden.