Das Aerodynamische Institut der RWTH Aachen betreibt Grundlagenforschung zur aktiven Beeinflussung von Luftströmungen durch flexible Oberflächen.
Im Windkanal stellten die Wissenschaftler fest, dass die Bewegung der Oberfläche den Reibungswiderstand reduziert. Durch das Anlegen von Spannung kann eine passende Oberfläche (in ersten Tests wurde Alufolie verwendet) in wellenartige Schwingungen versetzt werden. Die Luft „tanzt“ dann förmlich über die mikroskopisch kleinen Wellen. In der Reduktion des Widerstandes liegt erhebliches Einsparpotential. Beim Beispiel Flugzeug würde eine Reduktion um ein Prozent bereits eine Ersparnis von rund 400.000 Litern Kerosin pro Jahr und Flugzeug bedeuten.
Die Forscher versuchen nun, das gesamte Potential und die Einsatzmöglichkeiten der neuen Technik auszuloten. Bis zum tatsächlichen Einsatz soll es allerdings noch rund 15-20 Jahre dauern.