grenzgang: Michael MartinPluszeichen

Die Wüste ruft!

Michael Martin zeigt im Rahmen von „grenzgang“ die Wüsten der Erde und spricht im Interview über seine Faszination für die Trockengebiete der Erde.

Seit 30 Jahren reist der Münchener Geograph Michael Martin mit dem Motorrad durch die trockenen Teile der Welt. In einer spannenden Dia-Show nimmt er seine Zuhörer mit zu Abenteuern, Grenzerfahrungen und der Faszination Wüste. Im Klenkes-Interview spricht er über seine Leidenschaften: Reisen, Motorrad und Wüste.

Was fasziniert Sie so an der Wüste?
Wüsten sind Erdgeschichte live. Sie wurden vom Menschen bisher kaum verändert und sind zudem von keiner Vegetation bedeckt. Die Wüsten dieser Erde haben auf mich als Geographen schon immer einen ganz besonderen Reiz ausgeübt. Aufgrund ihrer Schönheit und Außergewöhnlichkeit sind sie ein Eldorado für jeden Fotografen. Außerdem sind Wüstenreisen Abenteuer pur.

Warum machen Sie ihre Touren mit dem Motorrad?
Mit dem Motorrad ist man einfach näher dran an Land und Leuten. Die Einheimischen reagieren überwiegend positiv auf das Motorrad. Selbst die Zöllner schauen nicht mehr so genau hin, wenn wir auf unseren Reisen zig Kameras in das jeweilige Land einführen. Das ist bei einem Geländewagen anders.

Was bedeuten die regelmäßigen Vorträge, z.B. im Rahmen von ?grenzgang?, für Sie?
Vorträge sind für mich die schönste Art meine Bilder und Reiseerlebnisse zu präsentieren. Auf diese Weise kann ich dem Publikum im direkten Kontakt meine Leidenschaft für Land und Leute näher bringen. Meine Touren bergen stets einen Fundus an Geschichten und Erlebnisschilderungen. Am faszinierendsten und prägnantesten sind jedoch immer die ganz persönlichen Geschichten, die von meinen Begegnungen mit den Menschen vor Ort handeln. In finanzieller Hinsicht ermöglicht mir das Reisen die Freiheit, ein unabhängiges Leben führen zu können.

Was unterscheidet Ihre Vorträge von einer klassischen Diashow?
Meine Vorträge sollen die Begeisterung für das Reisen und Fotografieren transportieren, die ich seit Jahren empfinde und auch kommunizieren möchte. Sie sind sehr persönlich und vermitteln dem Zuschauer und -hörer meine Lust am Reisen. Zudem sollen sie Mut machen und den Menschen dazu auffordern, die jeweils eigenen Träume zu verwirklichen.

Wohin wird Ihre nächste Reise gehen und wann findet sie statt?
Der Plan für 2010 stehen bereits. Im Frühling und Sommer reise ich in die Polargebiete. Ich möchte die Lebensstrategien der Bewohner von Eiswüsten beobachten. Der kommende Winter wird mich dann in die Sahara führen. So wird das nächste Projekt, mit dem Titel „Planet Wüste“, ein spannender Vergleich von Trocken- und Eiswüsten. 

bl

14.3.
Im Rahmen von „grenzgang“: „30 Jahre Abenteuer Wüste“
14.30+18.30 Uhr, Eden Palast, Aachen

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