Kaum im Gespräch ertappt man sich schon dabei, wie die eigenen Hände sonderliche Gesten formen. Erste Sprachversuche in der Kindheit, während eines geschwätzigen Redeschwalls, in der alltäglichen Kommunikation; manuelle Gesten scheinen nicht selten flinker zu sein als das ausgesprochene Wort.
Was es mit sprachlicher Kognition, Sprachevolution und der Vielfältigkeit an den Formen und Funktionen von Gesten auf sich hat und wie sehr Sprache und Gestik in einer Wechselbeziehung zueinander stehen, erläutert Prof. Irene Mittelberg, Juniorprofessorin für Sprachwissenschaft und kognitive Semiotik, in ihrem Vortrag ‚Der Sprache oft ein Stück voraus‘. Zudem wird ein Blick auf die interdisziplinären Projekte der RWTH-Forschungsgruppe ‚Natural Media & Engineering‘ geworfen, die sich unter anderem mit Gestenkodes für Industriekontexte beschäftigen. // sh
„Der Sprache oft ein Stück voraus – Formen und Funktionen von Gesten“
22-22.45 Uhr, FO4, Kármán-Auditorium
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Kategorie:
"5 vor 12 - die RWTH Wissenschaftsnacht"