Filmstudio an der RWTH Aachen

Veranstaltungsorte Kinos

Kinoalternativen und alternatives Kino in der Euregio: Das Filmstudio an der RWTH Aachen.


Fast 65 Jahre ist es her, dass an der RWTH Aachen kinobegeisterte Studierende ihren Kommilitonen erstmals in der Aula des Hauptgebäudes Kinofilme präsentierten, anfangs kostenlos, heute für kleines Geld. Vom damaligen AStA-Kulturreferenten wanderte die Organisation bald zum Studierendenparlament und einer Arbeitsgemeinschaft, bis schließlich 1957 mit „stud-film“ der Vorläufer des Filmstudios gegründet wurde, das 1967 als Verein eingetragen wurde.

Klassischerweise rekrutieren sich die bis zu zwanzig festen Mitglieder aus der Studierendenschaft, beitreten kann aber grundsätzlich jeder, der bereit ist, etwas Zeit hinter den Kulissen zu investieren. Bei vierteljährlichen Treffen entscheidet sich das kommende Programm und werden Aufgaben festgelegt, vom Beschaffen der – seit 2014 digitalen – Filmkopien über die Arbeit an den Vorstellungsabenden bis zur Buchhaltung. In den Vereinsräumen, die seit zwei Jahren in der Elisabethstraße beheimatet sind, gibt es übrigens Aachens größte Sammlung mit Fachbüchern und -zeitschriften zum Thema Film, in die auch Außenstehenden Einblick gewährt wird.

Kamen bis vor einigen Jahren regelmäßig auch schwieriger zu beschaffende Klassiker und Themenreihen zur Aufführung, besteht das Programm inzwischen überwiegend aus „nachgespielten“ aktuelleren Filmen – eine Folge gesunkener Zuschauernachfrage durch größere multimediale Verfügbarkeiten. Trotzdem werden gelegentlich noch außergewöhnliche ältere Werke wie „Requiem for a Dream“, „Eyes Wide Shut“ oder „Einer flog über das Kuckucksnest“ gezeigt.

Nicht zu vergessen drei jährlich wiederkehrende Evergreens: „The Rocky Horror Picture Show“ im Juni, „Animal House“ im Oktober und „Die Feuerzangenbowle“ im November. Vor jedem Film läuft ein handverlesener Kurzfilm, die Hauptfilme selbst sind überwiegend in der deutschen, manchmal auch in der Originalfassung mit oder ohne Untertitel zu sehen. nd was viele nicht wissen: Zugang zu den Vorstellungen des Filmstudios haben nicht nur Studierende, sondern auch Normalsterbliche ohne RWTH-BlueCard!  \    ph

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