Autonomes Zentrum

Veranstaltungsorte

Das Autonome Zentrum Aachen gehört inzwischen zu den geschichtsträchtigen Kulturinstitutionen der Stadt. Der Forderung nach unabhängiger, selbstverwalteter und freier Kultur in Aachen wurde bereits seit Anfang der 80er Jahre durch diverse Hausbesetzungen Nachdruck verliehen.

Bis dato gab es in Aachen keinen Platz für Menschen, Gruppierungen und Künstler, sich auf diese Art zusammenzufinden und zu organisieren. Das Johannes-Höfer-Haus, ein weiträumiges, ehemaliges Kloster, war eine der ersten Besetzungen, in der unabhängige Kultur geboten wurde. Das Café Murks etablierte sich als Location für subkulturelle Veranstaltungen. Trotz immensen Widerstands wurde es brutal geräumt. Es folgten weitere Hausbesetzungen. Zuletzt wurde ein Objekt in der Kasinostraße besetzt. Auch diese Unterkunft war eine auf Zeit und konnte nicht lange gehalten werden. Doch der Besitzer des Objekts, die katholische Kirche, wollte bei Vermittlungen für alternative Räume helfen. Es wurden Verhandlungen mit der Stadt Aachen geführt. Schließlich schlug die Stadt den Luftschutzbunker in der Vereinsstr. 25 in der Nähe des Hauptbahnhofes zur freien Nutzung vor. Es kam zu einer Übereinkunft, und am 31.01.1993 eröffnete das Autonome Zentrum seine Türen.
 
 

Das AZ fiel schnell aus dem Rahmen der üblichen, meist subventionierten Kultur. Durch niedrige Eintrittspreise, die allein der Kostendeckung dienen, einem ehrenamtlichen Team von Organisatoren, und der Möglichkeit für andere Gruppen, den Raum in Absprache mit den AZ Machern zu nutzen, entstand eine Kultur, die nicht nur einer zahlungskräftigen oder einseitig motivierten Lobby diente - und zwar aus dem Stand heraus. Die Zielsetzung lautete und lautet: „Förderung der autonomen Kultur“
 
 

Das Autonome Zentrum in Aachen ist vielen Ideen alternativer, linker und linksradikaler Kultur gegenüber offen, erhebt sie aber nicht zum Prinzip.
 
 

Des weiteren duldet das AZ keine rassistischen oder sexistischen Handlungen, versteht aber sehr wohl in diesem Zusammenhang etwas von ironischer und parodistischer Aufbereitung, und traut dies auch dem Publikum zu.

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